Wie ich auf den Hund kam – eine kleine Tierschutz Story

Wenn ich heute drüber nachdenke, ist es kaum noch vorstellbar, aber meine ersten Erfahrungen mit dem Tierschutz waren holprig.

Ich war 20 Jahre jung, in einer Beziehung und noch Schülerin kurz vor der Ausbildung. Ich wohnte mit meinem damaligen Partner in einer Wohnung im Haus seiner Mutter und wir dachten, wir hätten super Voraussetzungen. Wie geschrieben, wir hatten Eigentum mit kleinem Garten, wenn auch nicht eingezäunt. Kilometerweit Felder direkt hinterm Haus, viel Landschaft, ich wollte sportlich sein. Seine Mutter war ganztags zuhause, der Hund müsste also nie alleine sein.

Und wie es so war, wurden wir schnell desillusioniert. Es hagelte Absagen:

  • Du bist zu jung bzw. Ihr seid zu jung
  • Wer weiß, wie dein Leben weiter geht und ob ein Hund dann noch passt
  • Ihr wohnt direkt an einer Hauptstraße
  • Der Garten ist nicht eingezäunt
  • Ob das Geld denn als Schüler und Azubi wirklich reicht?

Nichts konnte ich wirklich entkräften und es war ein echt blödes Gefühl, denn ich habe Hunde schon immer geliebt und wollte so gerne einem Tierschutzhund ein Zuhause geben.

Und so setzten wir uns hin und schrieben einen Steckbrief in Word. Wir schrieben, was wir suchten: Es sollte eine schwarze (Wunsch meines Partners) mittelgroße Hündin (Wunsch seiner Mutter) sein, mit der ich aktiv (mein Wunsch) sein kann. 

Ich stellte uns und unsere Lebens- und Wohnsituation ganz ehrlich vor, damit niemand auf Grund oben genannter Gründe später doch einen Rückzieher macht.

Ich schrieb unseren Wohnort dazu und dass wir innerhalb von 100km Umkreis suchten mit der Erlaubnis, diesen Steckbrief weiter zu verbreiten. Und es gab viel Resonanz, alles positiver Natur. Die, die es nicht gut fanden, schwiegen. Manche boten uns Hunde an, die nicht unseren Suchkriterien entsprachen. Und dann kam sie, DIE Mail.

Es gab ein Foto von drei 4 Wochen alten Hündinnen, Mischlinge wie sie im Buche stehen. 2 kurzhaarige, eine wuschelige, eine schwarze mit etwas weiß, eine weiße mir etwas braun und eine draifarbigen.

Die Hündin hat ihre 3 Töchter im Tierschutzverein zur Welt gebracht und durfte auch dort ihr Leben als Familienhund verbringen.

Und so kam Kira 2006 in unser Leben und ich bin verdammt dankbar, dass uns eine Chance gegeben wurde.

Aus gleichem Tierschutzverein habe ich auch 2 Jahre später Luna bekommen. Ich habe Vermittlungsfotos gemacht bei Besuchen und nach Wegzug ins Ruhrgebiet auch Nachkontrollen, bis es die Zeit nicht mehr zulies.

Kira hatte ein tolles Leben, bis sie im Dezember 2021 mit fast 16 Jahren von uns ging und Luna mit uns allein lies.

Ich bin auch heute noch zutiefst dankbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner